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Gemeinde St.Anton am Arlberg
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St. Anton holt Gold bei der Entente Florale 2017

St. Anton holt Gold bei der Entente Florale 2017

„Von Menschen geprägt, die es ihr Zuhause nennen“

„Über 20.000 Städte und Dörfer nehmen jährlich an den nationalen Vorentscheidungen teil. Infolgedessen bilden die 15 Finalisten bereits die Champions League; es sind sozusagen die Besten der Besten, die an der Entente Florale teilnehmen dürfen“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende der Entente-Florale-Jury, Martin Wagner, der zugleich als einer der beiden österreichischen Jurymitglieder aktiv ist. Im Falle von Österreich wird allerdings die Vergabe anders geregelt als in den restlichen europäischen Staaten: „In sämtlichen anderen Ländern wird zuvor ein nationaler Wettbewerb ausgeschrieben; in Österreich wird pro Jahr ein Bundesland auserwählt (durch das österreichische Blumenbüro), das die Vertreter entsendet“, erläutert Wagner die beeindruckend hohe Zahl an Städten und Dörfern, die sich für eine Teilnahme interessieren. Über 700 Dörfer und Städte haben sich seit der Gründung des Wettbewerbs der Entente Florale im Jahr 1975 bereits beteiligt. In Österreich gingen 2017 St. Anton in der Kategorie der Dörfer und Schwaz unter den städtischen Vertretern als Sieger hervor.

 

Stillschweigen bis zur Siegerehrung

Aus dem ursprünglichen Blumen- und Pflanzenwettbewerb Entente Florale Europe hat sich in über 40 Jahren ein Wettbewerb entwickelt, der im Kriterienkatalog wesentlich mehr Anforderungen an die Bewerber stellt, als eine rein optische Ortsbildverschönerung. Für St. Anton bot sich durch seine Teilnahme eine öffentlichkeitswirksame Gelegenheit, viele Maßnahmen und umgesetzte Projekte zu präsentieren. Nach einer einjährigen Vorlaufzeit konnte das 15-köpfige Team unter der organisatorischen Leitung von Peter Mall die neun-köpfige internationale Jury der Entente Florale einladen, sich während der Bewertungstour am 23. Juni ein Bild zu machen. Bis zur Siegerehrung am 15. September herrschte jedoch absolutes Stillschweigen über die Bewertungsergebnisse. Der Gala im slowenischen Podčetrtek wohnte eine eigens aus St. Anton angereiste Delegation inklusive Bürgermeister Helmut Mall bei. Feierlich eröffnet wurde der Festakt der Siegerehrung durch eine Gesangsdarbietung sowie durch Reden des Bürgermeisters des Veranstaltungsortes, Peter Misja, des slowenischen Wirtschaftsministers, Zdravko Počivalšek, und von Dirk Vandromme, des Vizepräsidenten der Association Européenne pour le Fleurissement et le Paysage, die die Entente Florale jährlich organisiert.

 

„St. Anton bietet seinen Bewohnern eine hohe Lebensqualität.“

Acht Städte und sieben Dörfer aus neun Nationen stellten sich der Entente Florale 2017 – acht Mal wurde Gold vergeben, sieben Mal Silber. „St. Anton wurde von Menschen geprägt, die es ihr Zuhause nennen“, beschrieb Rudi Geerardyn, der Vorsitzende der Jury der Entente Florale, seinen Eindruck von St. Anton kurz vor der Vergabe der goldenen Auszeichnung: „Die Bürger von St. Anton sind bestrebt, ihr tolles Skigebiet und ihren Lebensstil für künftige Generationen zu bewahren. St. Anton hat historische und neu errichtete Erholungsräume, die die Geschichte des Dorfes erzählen“, so Geerardyn, der übrigens selbst am 23. Juni als eines der neun Jurymitglieder vor Ort war. Geerardyn weiters: „Das alte Dorf St. Anton hat sich zu einem modernen Ferienort entwickelt, wo das traditionelle architektonische Erbe durch zeitgenössische Architektur ergänzt wird. Drei unabhängige Wasserkraftwerke versorgen das Dorf mit einer erneuerbaren Energiequelle. St. Anton bietet seinen Bewohnern eine hohe Lebensqualität.“

 

„Sind uns dessen oft nicht bewusst.“

Die Freude über diese Lobesworten und über die im Anschluss vergebene Auszeichnung in Gold war in den Reihen der angereisten Delegation dementsprechend groß: „Wir haben das Glück, im Paradies leben zu dürfen, und sind uns dessen oft nicht bewusst – es ist einfach schön, wenn dies einmal von offizieller Seite kundgetan wird“, so St. Antons TVB-Direktor Martin Ebster in seiner ersten Stellungnahme; Bürgermeister Helmut Mall fügt hinzu: „Hinter dieser Teilnahme steckt ein großer Aufwand“, und dankt damit dem motivierten und engagierten Team: „Gold ist toll und keineswegs selbstverständlich! Dies macht einmal mehr ersichtlich, dass sich St. Anton auch von einer anderen Seite präsentieren kann.“ Der städtische Vertreter Österreichs, Schwaz, durfte sich übrigens auch über eine Goldmedaille freuen. Nach der Siegerehrung wurden zudem noch zwei Spezialpreise vergeben: Silbermedaillen-Gewinner Kaposvár (Ungarn) wurde für den schönsten Dorfplatz ausgezeichnet; der Spezialpreis für das außergewöhnlichste Biodiversitäts-Projekt ging an den irischen Ort Abbeyleix, ebenfalls ein Silbermedaillen-Gewinner. 2018 ist das Bundesland Salzburg am Zug: Dienten am Hochkönig wird als Vertreter der Kategorie „Dorf“ entsandt, während der städtische Anwärter noch nicht feststeht.