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St. Anton am Arlberg hat neuen Vizebürgermeister

St. Anton am Arlberg hat neuen Vizebürgermeister

Jakob Klimmer gewählt

Nach dem Amtsverzicht von Vizebgm. Werner Flunger wurde Jakob Klimmer vom St. Antoner Gemeinderat mit elf Stimmen zum Nachfolger gewählt. Der Energie-Experte war bereits von 1998 bis 2010 Vizebürgermeister.

 

Rücktritt von allen Funktionen

Nach dem Amtsverzicht des bisherigen St. Antoner Vizebürgermeisters Werner Flunger (Bürgermeisterliste) stand die Neuwahl eines neuen Bürgermeister-Stellvertreters am 10. Februar auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung. Der Rücktritt wurde von Flunger wurde Anfang Jänner rechtskräftig, wobei er nicht nur auf den "Vize" sondern auch gleich auf sein Mandat verzichtet hat. Auch vom Chefposten des Verwaltungsrats der EWA (Energie- und Wirtschaftsbetriebe der Gemeinde St. Anton) trat er zurück.

 

Gute Arbeit geleistet

Zu Beginn dankte Bgm. Helmut Mall für den Einsatz und das Engagement: "Werner Flunger hat am 27. Dezember seinen Rücktritt aus gesundheitlichen und privaten Gründen bekannt gegeben. Diese sind nachvollziehbar, da einiges vorgefallen ist. Dies gilt es nicht näher zu interpretieren. Jedenfalls hat er in seiner Zeit gute Arbeit geleistet und war ein angenehmer und fleißiger Mandatar, der oft einen anderen Zugang hatte." Der 57-jährige Flunger wurde 2010 zum Stellvertreter des amtierenden Bürgermeisters Mall gekürt. Zuletzt war er neben dem Chefposten im EWA-Verwaltungsrat auch Vorsitzender des Kultur-, Sport- und Schulausschusses. "Egal, ob als Vizebürgermeister oder als Mandatar, man steht unter Druck und ist immer für alles schuld. Hier hat sich in der Politik einiges gewandelt", merkte der Dorfchef kritisch an.

 

Nur ein Kandidat

Gemäß der Tiroler Gemeindeordnung (TGO) können von den fünf Listen aber nur Leute, die bereits ein Gemeinderatsmandat innehaben, zur Vizebügermeister-Wahl nominiert werden. Im St. Antoner Gemeinderat sind neben der Bürgermeisterliste (6 Mandate) noch die "Liste St. Jakob" (3 Mandate), "mit - a - nond", "Gleichgewicht" und "L.I.ST.A" (jeweils 2 Mandate) vertreten.
Der bisherige Gemeindevorstand Jakob Klimmer ("Liste St. Jakob"), der bereits interimistisch die Amtsgeschäfte des Vizebürgermeisters geführt hatte, wurde als einziger Wahlvorschlag für das Amt nominiert. Die Abstimmung musste gemäß der TGO schriftlich erfolgen. Als Stimmenzähler wurde Maria Kössler und Simon Hafele nominiert. Jakob Klimmer wurde mit elf Ja-Stimmen zum neuen Vizebürgermeister gewählt. Vier Stimmzettel waren leer bzw. ungültig.
Der 69-Jährige war bereits von 1998 bis 2010 Vizebürgermeister. Zuvor war er ab 1992 als Ersatzgemeinderat tätig. Im Brotberuf war er bis zu seiner Pensionierung Geschäftsführer des EWA. Aktuell ist der Energie-Experte noch in der Geschäftsleitung des Kraftwerks Stanzertal tätig.

 

EWA als Kernthema

Klimmer dankte für die Wahl und merkte an, dass er unter diesem Umständen nochmals für zwei Jahre bis zur Wahl im März 2022 als Vizebürgermeister zur Verfügung steht. "Ich bin gesundheitlich fit und habe als Pensionist genügend Zeit. Gerade im EWA gibt es einiges zu tun und es gibt noch einige Aufgaben zu lösen. Mir liegt die Zukunft der Gemeinde am Herzen. Gerade bei der vielen Arbeit braucht der Bürgermeister einen verlässlichen Mann an seiner Seite", hielt der neue und alte Vizebürgermeister Klimmer ein kurzes Plädoyer.
Dorfchef Mall verwies darauf, dass sie bereits vom September 2009 bis März 2010 als Bürgermeister und Vize zusammen gearbeitet haben. "Das Kernthema EWA gilt es zu lösen und hier braucht es Zusammenarbeit", so Mall. Vor den ausgeschiedenen Werner Flunger rückte Markus Strolz in den Gemeinderat nach. "Wir werden die unser Liste zustehenden Positionen in kürze nach besetzen und dies dann bekannt geben. Markus Strolz legt aber mit der Aufnahme  seiner Tätigkeit als EWA-Geschäftsführer sein Mandat zurück. Auch hier kommt es dann zu einer Nachtbesetzung", erläuterte Mall abschließend.

 

 

Text und Foto: © Bezirksblatt Landeck, Mag. Dr. Othmar Kolp