Gemeinde St.Anton am Arlberg
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Nachhaltigkeit in St. Anton am Arlberg

Nachhaltigkeit in St. Anton am Arlberg

Die Gemeinde und der Tourismusverband St. Anton am Arlberg einen großen Fokus auf Nachhaltigkeit und investieren fleißig in dieses Segment. Die Region ist ideal umweltschonend per Bahn erreichbar und wurde 2021 als Klimawandel-Anpassungsregion bestätigt. Außerdem wird der Ort mit selbstproduziertem Strom aus Wasserkraft energieautark versorgt. Das neue Nahwärmewerk liefert erneuerbare Energie.

Der Klimawandel ist auch in Tirol spürbar und äußert sich zum Beispiel in einem Anstieg der Jahresmitteltemperaturen, einer Zunahme von Trockenperioden oder extremeren Wetterverhältnissen. Daher setzt sich St. Anton am Arlberg verstärkt mit dem Thema auseinander. Im Frühjahr 2021 wurde die Region Stanzertal mit den Gemeinden St. Anton am Arlberg, Pettneu, Flirsch und Strengen offiziell zur „KLAR!“-Modellregion. „KLAR!“ steht für Klimawandel-Anpassungsmodellregionen. Dabei handelt es sich um ein österreichweites Förderprogramm des Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK). Das gemeinsame Ziel lautet, sich auf den Klimawandel vorzubereiten, mittels Anpassungsmaßnahmen die negativen Folgen zu minimieren und Zukunftschancen zu nutzen. Gerhard Eichhorn vom Tourismusverband St. Anton am Arlberg unterstreicht: „Unser Ziel muss sein, die hervorragende Lebensqualität zu erhalten und nachhaltigen Tourismus als Lebensgrundlage langfristig sicherzustellen.“

CO₂ -Emissionen verringern

Bereits vor der Teilnahme am „KLAR“-Programm wurden regionale Nachhaltigkeits-Projekte umgesetzt. So nahm die Gemeinde St. Anton am Arlberg im November 2020 ein Biomasseheizwerk in Betrieb. „Wir verwenden für die Produktion der Wärme ausschließlich Biomasse aus Holz in Form von Wald-Hackschnitzel, welche wir regional von unseren Lieferanten beziehen“, erklärt Elmar Huter, Geschäftsführer der Nahwärme St. Anton am Arlberg. Den Brennstoff Holz bezeichnet man als CO₂ neutral, da beim Verbrennen lediglich das CO₂ wieder freigesetzt wird, welches der Baum im Vorfeld für sein Wachstum benötigt. „Das Biomasse-Heizwerk ermöglicht eine Einsparung von 1,7 Millionen Litern Heizöl pro Jahr. Das entspricht einer CO₂ -Einsparung von 5000 Tonnen“, weiß Hutter. Damit leistet die Anlage einen wertvollen Beitrag, die CO₂ -Emissionen im Ort zu verringern und die Luftqualität zu verbessern. „Bereits über 70 Betriebe sowie sämtliche öffentlichen – von Tourismusverband oder Gemeinde betriebenen – Gebäude, stellten von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energie um. Darunter auch das Veranstaltungszentrum Arlberg WellCom samt Schwimmbad“, berichtet Elmar Huter.

Der Kartellsee – eigener Arlbergstrom macht St. Anton am Arlberg autark

Ein wichtiges und einzigartiges Projekt in der Welt der Skiorte ist die unabhängige Stromversorgung. 2005 wurde das Kraftwerk Kartell ausgebaut und mit dem Kartellsee in Betrieb genommen. Dieser Speichersee, zugleich auch Ausflugsziel, fasst rund acht Millionen Kubikmeter Wasser und liefert jährlich rund 33 Millionen Kilowattstunden Strom. Die gesamte Speichermenge des Kartellsees wird vom bestehenden Kraftwerk Rosanna nochmals genützt. Damit ist St. Anton am Arlberg seit dem Jahr 2006 in der Stromversorgung autark. 
Zudem: St. Anton am Arlberg betreibt ein Biomasseheizwerk mit Hackschnitzel, das für bis zu 80 Wohneinheiten angelegt ist. Außerdem wird im Biomasseheizwerk zur Warmwasseraufbereitung eine Solaranlage betrieben.

Mülltrennung - klarer Fall

Strenge Mülltrennung ist in St. Anton am Arlberg schon lange selbstverständlich. Sogar das alte Speisefett wird extra gesammelt, hieraus entsteht dann beispielsweise der Biodiesel für Fahrzeuge. Wen wundert es da noch, dass selbstverständlich auch alle Bergrestaurants von St. Anton am Arlberg mit dem österreichischen Umweltgütesiegel ausgezeichnet sind. Diese Zertifizierung beinhaltet Vorgaben für die Abwasserentsorgung, die Mülltrennung und auch die sachgerechte Anwendung von Reinigungsmitteln.


© Text: Tourismusverband St. Anton am Arlberg
© Bild: Barbara Schranz