Gemeinde St.Anton am Arlberg
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Einsparungen notwendig

Einsparungen notwendig

Kompensation entgangener Einnahmen

Besonders die großen Tourismusgemeinden des Bezirks sind Corona-bedingt mit erheblichen Einnahmeverlusten konfrontiert. In St. Anton am Arlberg fehlen allein eine Million Euro an Kommunalsteuereinnahmen. Das aktuelle Budget kann jedoch dank eines Vorjahresüberschusses und Rücklagen ausgeglichen werden.

 

Rücklagen & Überschuss aus 2020

Im aktuellen Jahr gibt die Gemeinde St. Anton am Arlberg knapp 400.000 Euro mehr aus, als sie einnimmt. Ausgaben in Höhe von 10,6 Millionen Euro stehen Einnahmen in Höhe von 10,2 Millionen gegenüber. Neben erheblichen Einnahmenverlusten aus Kommunalsteuern, gesellen sich noch zwischen 500.000 und 600.000 Euro Mindereinnahmen bei Ertragsanteilen sowie verminderte Parkeinnahmen und sonstige Einnahmen hinzu. „Wir haben eine vernünftige Finanzpolitik gemacht. Neben Rücklagen können wir auf einen Überschuss aus dem Rechnungsjahr 2020 zurückgreifen“, erklärt St. Antons Bürgermeister Helmut Mall zur aktuellen finanziellen Situation der Arlberggemeinde. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren gelingt es in St. Anton am Arlberg, fehlende Einnahmen zu kompensieren, Bgm. Mall ergänzt: „Wir brauchen jetzt Disziplin. In diesem Jahr können außerordentliche, nicht budgetierte Projekte nicht umgesetzt werden.“ In den Vorjahren wurden in St. Anton am Arlberg aber eine Reihe großer Projekte umgesetzt, darunter unter anderem die Verlegung der Umfahrungsstraße oder das Nahwärmeprojekt, NWSA. Dieses gegründete Unternehmen ist ein Tochterunternehmen der gemeindeeigenen Energie- und Wirtschaftsbetriebe.

 

Geplante Vorhaben

Beim Projekt „Radweg Stanzertal“ investieren die Stanzertaler Gemeinden und der Tourismusverband heuer nur 300.000 Euro, anstelle der ursprünglich geplanten 700.000 Euro – dieses Projekt wird zudem gefördert. Der Streckenabschnitt zwischen St. Anton am Arlberg und Flirsch wird 2021 fertig gestellt. Des weiteren stehen in diesem Jahr notwendige Asphaltierungsarbeiten nach dem Leitungsbau des Nahwärmeprojektes an, auch Sanierungen des Lehrerwohnhauses schlagen sich mit etwa 200.000 Euro zu Buche. Des weiteren erhält die Freiwillige Feuerwehr St. Anton am Arlberg in diesem Jahr ein Einsatzfahrzeug, dessen Lieferung schon im Vorjahr hätte erfolgen sollen. „Es ist Sparsamkeit geboten, wir werden uns einschränken müssen. Unsere Vereine werden aber weiterhin unterstützt“, versichert Bgm. Mall. Im Bezug auf Wohnraumschaffung plant die Gemeinde die Vergabe von drei weiteren Bauplätze im neu erschlossenen Siedlungsgebiet „Stadle“. Die Neue Heimat Tirol errichtet derzeit beim Alten Widum in St. Jakob zwölf Mietwohnungen, die Vergabe erfolgt über die Gemeinde St. Anton am Arlberg. Ein mittelfristig geplantes Großprojekt wird das neue Multifunktionsgebäude im Bereich des Bahnhofs – hier sollten neben Arztordinationen auch Vereinsräumlichkeiten, Wohnungen, etc. untergebracht sein – mit diesem Projekt befasst sich eine eigens installierte Projektgruppe.

 

 

© Bezirksblatt Landeck, Elisabeth Zangerl