Gemeinde St.Anton am Arlberg
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Denkmal für Gertrud Gabl enthüllt

Denkmal für Gertrud Gabl enthüllt

Skisportlerin gewürdigt

Gertrud-Gabl-Platz mit Denkmal

Mit einem Festakt wurde am 15. Dezember in St. Anton am Arlberg das Denkmal für Gertrud Gabl (1948-1976), der Gesamt-Weltcupsiegerin der Saison 1968/69, enthüllt. Künftig trägt auch der Platz vor der Rendlbahn den Namen Gertrud-Gabl-Platz. Der Gemeinde und dem TVB St. Anton am Arlberg war es wichtig, das längst überfällige Denkmal umzusetzen.
Die Metallskulptur aus Bronze und Edelstahl stammt vom Grinner Künstler Christian Moschen. "Auf dem Weg der Auseinandersetzung sind immer wieder Ideen eingeflossen. Ich habe insgesamt fünf Modelle gemacht. Gertrud Gabl hat die Berge geliebt und ist auch dort gestorben. So ist das Denkmal von Berg hin zu einer modernen Plastik entstanden", erläuterte Moschen.

 

Leben für den Skisport

"Es ist eine Würdigung und Ehrung für eine große Sportlerpersönlichkeit aus unserem Ort. Ihre Leidenschaft galt dem Skisport. Gemeinsam mit Karl Schranz gewann sie den Gesamtweltcup 1968/69. Es ist bis heute einmalig, das beide Gesamtweltcupsieger aus demselben Ort stammen", so Initiator Josef Chodakowsky, Ski-Club Arlberg Präsident und TVB-Obmann.
Bgm. Helmut Mall erinnerte an die große sportliche Leistung: "Gertrud Gabl hat Skigeschichte geschrieben. Sie hatte eine große Ausstrahlung und war beliebt. Bei ihrer Hochzeit mit Alfons Büttner war das ganze Dorf am Weg." Ihr tragischer Lawinentod am 18. Jänner 1976 am Rendl habe den ganzen Ort zutiefst erschüttert. "Ich kann mich noch an die dramatischen Szenen erinnern. Während auf dem Rendl fieberhaft gesucht wurde, versammelte sich im Tal eine ganze Hundertschaft. Es war eine Tragödie für die Familie Gabl und St. Anton ist ohne sie ärmer geworden", so Mall. Gertrud Gabl sei aber niemals vergessen worden. "Wir haben bereits eine Straße nach ihr benannt und auch die Damenstrecke bei der SKI-WM 2001 trug ihren Namen. Zusammen mit dem TVB haben wir nun einen würdigen Platz für das Denkmal für einen besonderen Menschen gefunden", hob der Dorfchef hervor.

 

Große Freude über Denkmal

Zahlreiche Festgäste hatten sich versammelt, darunter die Tochter von Gertud Gabl, Barbara Gabriel sowie Cousin Karl Gabl, Jahrhundertsportlerin und Wegbegleiterin Annemarie Moser-Pröll, der damalige Damentrainer Charly Kahr, Skilegende Karl Schranz, Alfred Matt, Harald Rofner und Adi Werner.
Als Vertreter der Familie erinnerte Karl Gabl daran, dass der Lawinentod seiner Cousine ihn nachhaltig verändert habe. "Als Meteorologe und Bergführer habe ich mich dann in den Dienst der alpinen Sicherheit gestellt. Die Freude über das Denkmal ist groß und es erinnert alle an eine äußerst sympathische Skifahrerin." Berührt zeigte sich auch Tochter Barbara Gabriel. Adi Werner betonte, dass all die Jahre die Traurigkeit nie weggegangen sei.

 

Text und Fotos: © Bezirksblatt Landeck, Mag. Dr. Othmar Kolp

 

Einweihung Gertrud Gabl Denkmal
Einweihung Gertrud Gabl Denkmal
Einweihung Gertrud Gabl Denkmal