logo
Gemeinde St.Anton am Arlberg
News Details /

„Dann hat Europa eine gute Zukunft“

„Dann hat Europa eine gute Zukunft“

St. Antoner Feuerwehrauto an kroatische Wehr übergeben

Der Landesfeuerwehrverband und das Land Tirol spenden seit rund zehn Jahren ausrangierte Feuerwehrfahrzeuge (und auch Ausrüstung) nach Kroatien und unterstützen so das durch den Krieg in Mitleidenschaft gezogene dortige Feuerwehrwesen. Kürzlich verabschiedete man in St. Anton eine kroatische Delegation auf die rund zweitägige Reise.

 

Im Rahmen dieser Aktion stellten die St. Antoner Florianijünger ihr ausgedientes Feuerwehrfahrzeug zur Verfügung – die Arlberger haben stattdessen ein neues erhalten: „Dieses Fahrzeug hat fast 20 Jahre für uns gedient, viele Einsätze geleistet und vielen Menschen geholfen“, leitete der St. Antoner Feuerwehrkommandant Martin Raiffeiner im Rahmen der Übergabe am 17. Juni ein. Der Gemeinderat St. Anton hat einstimmig beschlossen, dass das alte Fahrzeug im Rahmen der Aktion, ehrenamtlich koordiniert von Peter Logar, gespendet wird. „Im Durchschnitt scheiden Fahrzeuge in Tirol nach 30 Jahren aus“, weiß Logar. Die Region, in der das ausgediente St. Antoner Fahrzeug zum Einsatz kommt, ist eine arme: „Im kroatischen Hinterland herrscht eine Arbeitslosigkeit von 40%“, berichtet der Koordinator. Zupanja in der Region Vukovar wurde vom Jugoslawien-Krieg Anfang der 90er-Jahre besonders schwer getroffen: „Dies war die am meisten zerstörte Region“, weiß Peter Logar. In den letzten Jahren wurden allein über diese Aktion 26 kroatische Feuerwehren mit 49 Fahrzeugen ausgestattet. „Es entsteht eine irrsinnige Qualität durch diese Hilfe, man tut etwas Gutes“, so Logar abschließend. St. Antons Bürgermeister Helmut Mall unterstützt die Nachbarschaftshilfe: „Für uns war es selbstverständlich, diese Aktion zu unterstützen. Es ist wichtig, dass wir uns gegenseitig helfen, dann hat Europa eine gute Zukunft.“ Dank kam vom kroatischen Feuerwehrkommandanten Vladimir Balentovic, der betonte, dass die Spende aus St. Anton seiner Wehr „sehr helfen wird“, ehe die kroatischen Florianijünger ihre zweitägige Heimreise antraten. Am Vortag hatten sie eine umfangreiche Einführung bzw. Schulung erhalten.

 

Text und Fotos: © Oberländer Rundschau, Elisabeth Zangerl