Gemeinde St.Anton am Arlberg
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Kernaufgaben: Organisation & Information

Kernaufgaben: Organisation & Information

Quarantäne-Bilanz in St. Anton am Arlberg

Aufatmen in St. Anton am Arlberg – die mit 13. März verhängte Sonderquarantäne wurde mit 23. April aufgehoben. Der Bürgermeister zieht nach sechs Wochen Ausnahmesituation eine positive Bilanz. 

 

Der Freitag, der 13. März, machte seinem Namen in St. Anton am Arlberg alle Ehre: Ab diesem Zeitpunkt waren das Paznaun und St. Anton unter Sonderquarantäne – rund sechs Wochen. St. Antons Bürgermeister Helmut Mall resümiert: „Es ist gut gelaufen. Es war alles bewältigbar. Wir waren gut versorgt und besonders die Zusammenarbeit mit dem Bund, Land, der Bezirkshauptmannschaft und der Polizei funktionierte perfekt. Auch gab es eine gute Vernetzung bzw. einen regen Austausch mit anderen Quarantänebürgermeistern.“  Im Ort hatte der Krisenstab einige Herausforderungen zu bewältigen – der St. Antoner Corona-Krisenstab setzte sich aus Bgm. Mall, dessen Vize Jakob Klimmer, Martin Ebster und Gerhard Eichhorn, Peter Mall, Martin Raffeiner (Feuerwehr), Bruno Falch und Patrick Wechner (Polizei) sowie Manuel Matt zusammen. „Organisation und Information“ waren die Kernaufgaben dieses Krisenstabs, eine besondere Herkulesaufgabe war das Ausreisemanagement für die knapp 1500 Saisonmitarbeiter, Helmut Mall erklärt: „Der Großteil der Mitarbeiter, circa 1000 an der Zahl, durften St. Anton bereits nach 14 Tagen verlassen – am 21. April ist die letzte große Gruppe (Bosnier) abgereist.“ Einige der Mitarbeiter seien nach wie vor freiwillig im Ort. 

 

51 Newsletter & 27 Sitzungen

Dieses innerörtliche Management des Krisenstabs erwies sich als sehr intensiv: „Wir haben fast täglich Newsletter ausgeschickt (teils auch zwei) – jeweils an 2500 Mailadressen, in Summe waren es 51 ausgeschickte Newsletter. Insgesamt hielt der Krisenstab 27 Sitzungen ab“, so Mall. Er lobte: „Alle waren Tag und Nacht im Einsatz – dafür gilt mein aufrichtiger Dank.“ In den Newslettern (der letzte vom 23. April) wurde umfassend informiert, auch über Öffnungszeiten (Recyclinghof, Ärzte, Apotheke, Banken, etc.). Als „Knochenarbeit für die Mitarbeiter“ bezeichnete Helmut Mall das Ausreisemanagement, das nach gesetzlichen Vorgaben des Bundes, Landes und der Bezirkshauptmannschaft erfolgte. „Alles war recht kurzfristig“, erzählte Mall weiters über „zu erledigende Aufgaben“, insbesondere auch der organisatorische Ablauf der großflächigen Corona-Testungen, die Anfang April erfolgten und als Entscheidungsgrundlage für die Verlängerung der Quarantäne dienten. Das Aufgabenfeld umfasste besonders aber die Information – oftmals fungierte der Krisenstab als Schnittstelle. Auch die Ausgabe der Mund- und Nasenmasken erfolgte im Ort: „Die Bevölkerung konnte ein Online-Formular ausfüllen, wir haben dann zwischen 300 und 400 Mund- und Nasenmasken an die Haushalte ausgeliefert.“ St. Anton und das Paznaun sind nun auch wieder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und „die Bauwirtschaft beginnt nun wieder“, erklärte Mall – auch sei eine baldige Gemeinderatsitzung dringend notwendig: „Es steht viel an. Jetzt startet wieder das normale Gemeindeleben.“ 

 

Text: © Oberländer Rundschau, Elisabeth Zangerl